Eine bessere Welt

 

Es ist so einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen und den Moralapostel zu demonstrieren. In die Welt posaunen, was alles schlecht und böse ist, sich aufzuregen über all die Idioten, die diese Welt in Schutt und Asche legen. Nebenbei dann noch der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen und erwachsenen Frauen. Ja, das ist alles sehr schlimm und jeder vernünftige Mensch wünschte sich, dass es nicht so wäre. Aber was können wir dagegen tun? Sind wir noch in der Lage, uns überhaupt eine bessere Welt vorzustellen? Ich meine konkret, nicht einfach indem ich mir wünsche, es gäbe endlich Frieden. Nein, wie sähe es konkret aus, wenn wir Frieden in der Welt hätten? Was wäre, wenn die „Gier" ganz verschwinden würde, nicht mehr empfunden werden könnte? Ich denke, wir müssen neue Visionen erschaffen. In allen Medien begegnet uns hauptsächlich Leid, Krieg, Schmerz, Brutalität und anderes Monströses. Können wir nur noch in grausamen Bildern denken, und um damit fertig zu werden, es in den Medien herausplärren, dass wir selber ja nicht so sind, dass wir uns davon distanzieren und minutiös aufzählen, wovon wir uns distanzieren - um schließlich wieder bei der Brutalität zu landen? 
Wenn ich nicht sein will wie der, den ich verachte, wie oder wer möchte ich denn dann sein? Wer bin ich, die sich Frieden wünscht und wie lebe ich dies? All diese Fragen, die ich mir zur Zeit stelle und die ich versuche für mich selbst zu beantworten, sind offen und noch nicht vollständig in mir geklärt. Doch ich denke, statt auf andere zu zeigen, muss man bei sich selbst anfangen, daran führt kein Weg vorbei. Und das ist nicht einfach, denn man ist ja keine Heilige. Aber wann wird der Mensch ganz Mensch sein? #ichweisseinebesserewelt

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