Ich wollte nur ein Zeichen und habe es bekommen. Welch ein Glück, was für eine Freude! Etwas in Händen halten zu können und gleichzeitig wissen, dass alles, was man anfassen kann nur ein Symbol ist für etwas weit größeres, etwas, das eben nicht zu fassen ist und auch für unseren Verstand nicht greifbar wäre. So sind wir oft umgeben von Zeichen und Symbolen, die wir nicht zu deuten wissen, obwohl sie uns die Wahrheit offenbaren könnten, die Wahrheit hinter allem was uns begegnet, das große Ganze, das uns stets begleitet, die Sprache dessen, den wir Gott nennen.
Das kleine Zeichen, das ich mir so sehr gewünscht hatte, nicht erwartet, aber doch gewünscht, ist also angekommen. Es kommt immer an was zu dir will, aber wirst du es auch als das was es ist begreifen? Wie können wir die Zweifel beiseite legen und nur unserem Instinkt oder unserer Intuition folgen? Jeder Künstler, jede Künstlerin folgt dem Unsichtbaren, um es sichtbar zu machen. Wir geben dem Namenlosen Raum, um die Ebenen zu verwischen, die uns trennen, von der diesseitigen zur jenseitigen Welt. Ich möchte diese Tür öffnen und sie auch durchschreiten, sobald ich meine Zweifel und Ängste überwunden habe. Mein Zeichen, das mir geschenkt wurde, erinnert mich, dass es möglich ist Wunder zu erleben, Schranken zu durchbrechen, Symbole zu erkennen als das, was sie sind: keine Magie, sondern Sprache, die das Immaterielle, mit dem Materiellen verbindet, die das Unsichtbare, Unbegreifliche übersetzt in eine Sprache, die wir in unserem begrenzten Dasein eventuell verstehen können.
Die Tür zu diesem Verstehen, ist stets ein Spalt geöffnet. Vielleicht kann ich diese Öffnung halten und meinen Blick hinter die Tür weiten. Vielleicht fällt die Tür zu und Zweifel umfängt mich wie ein dunkles Tuch. Dann warte ich wieder auf ein Zeichen. Oder ich versuche mich zu erinnern. 
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